Skitour, Ortlergruppe, Südtirol, Italien

Schitourentage Martelltal

keiner unter Dreitausend

Unsere Frühjahrs-Schitourentage zogen uns auch heuer wieder gen Süden, nämlich zu den Steilhängen des „Königs der Ostalpen": in die Ortlergruppe, einem Bergstock von 50 km Länge und 40 km Breite mit fast 100 Gletschern, der, zwischen Etschtal und Tonalepass liegend, von Meran bis zum schon schweizerischen Ofenpass reicht, und der Sage nach ein versteinerter Riese ist. Sein mit 3905 Metern ins Firmament ragendem Hauptgipfel (dessen Erstbesteigung dem Passeirer Gämsen-Jäger Josef Pichler "Pseirer-Josele" am 27. September 1804 im Auftrag des Erzherzog Johann von Österreich gelang) ist der höchste Berg Südtirols (Norditaliens), und war bis zur Annexion Südtirols durch Italien im Jahre 1919 auch der höchste Berg Österreich-Ungarns. Wir wagten uns nicht ganz so hoch hinauf - der Höhepunkt unserer Tour war die Besteigung des mit 3769m etwas niedrigerem Monte Cevedale, dem höchsten Schigipfel der Alpen.

Marteller Hütte

 

Einquartiert haben wir uns auf der gemütlichen Marteller Hütte, die zwar um einiges kleiner als die vorher ins Auge gefasste Zufallhütte ist, dafür aber einen Stock höher in 2610m Seehöhe steht und der idealerer Ausgangspunkt für unsere ausgesuchten Tagestouren war. (Auch wenn die umliegenden Tourenziele kaum mehr als 1000 bis 1300m Höhenunterschied haben, sind sie meist weit und reichen oft weit über die 3000m-Marke, hier wird die Luft für uns untrainierte Höhenbergsteiger durchaus dünner!)

Unsere Skitouren:


Nach einer 5-stündigen Autofahrt erreichten wir Mittwoch um ca. 11 Uhr das hintere Martelltal und stiegen, nachdem wir unser Gepäck zur Materialseilbahn gebracht hatten, gemütlich zur Hütte auf. Der Tag war ja noch jung und vor allem schön, daher stand noch eine kleine Eingehtour in Richtung Köllkuppe auf dem Programm.

Am Donnerstag nutzen wir das (vorerst) strahlende Wetter zur Besteigung des wohl begehrtestens Ziels im Tale, dem Monte Cevedale. (Jaja, das reimt sich, ergab sich aber dem Namen entsprechend rein zufällig!)

Tags darauf, das Wetter war zwar nicht mehr ganz so schön aber dennoch aktzeptabel, erklommen wir die Madritschspitze, eine klassische südseitige Firntour.

Das schlechte Wetter am Samstag nutzen Klaus, Anton und ich (der harte Kern) zu einem Orientierungsmarsch mit Karte, Kompass und Marschtabelle auf die Fürkelescharte.


Heute, Sonntag, derweil ich vor meinem Kastl sitz und die Touren für euch ins Tourenbuch eintrage, resümiere ich: der Eindruck war ein Gewaltiger, so fü Dreitausender auf an Haufn und diese Gegend! Schade, daß alles so schnell vorbei ist, aber ich denke, das Martelltal sieht mich einmal wieder!






 


 

apropos ... in medias res:

Wer auch gegen Rauchen in der Gastronomie ist, möge bitte die Online-Petition unterschreiben - DANKE!