Bergtour, Núoro, Sardinien, Italien

Monte Turuddò 1127m

wunderschöne Bergtour über alte Hirtenpfade

Nach der letzten Tour in Tempio zog es mich wieder an die Küste, ich übernachtete in Siniscola. Als nächste Tour hab ich mir den Monte Turuddò ausgesucht, im Nachhinein betrachtet war es die schönste (und aufregendste) Bergtour meiner Sardinienreise. Bereits die Anfahrt von Siniscola durch die Berge von Monte Albo war ein Erlebnis - ich hätte an jeder Ecke stehen bleiben können um zu fotografieren. Wenn ich irgendwann einmal eine Radreise in Sardinien mache, muss diese Strecke eingeplant werden!

Die Tour startet bei der Chiesa del Miracolo, eine kleine Kirche mitten in der Pampas. Zunächst durch verwachsenes Buschwerk, dann aber bald steil bergan durch bewaldetes Gebiet. Die Navigation ohne GPS (Track aus dem Wanderführer) wäre sicher schwierig, die beschriebenen Wegpunkte sind nicht so augenscheinlich. Phantastische Tiefblicke auf Lula und das umliegende Gebiet fast ährend der gesamten Tour. Am Gipfel zieht ein Gewitter auf, ich muss sehen dass ich weiterkomme. Der Abstieg bietet noch einmal eine weglose, aber beeindruckende Passage durch alte Steineichen, dergleichen habe ich noch nicht gesehen. Immer wieder passiert man alte Köhlerplätze.

Dann kommt das erwartete Gewitter, ich habe noch die Worte aus dem Wanderführer "die Orientierung wird hier etwas schwierig, wird aber durch Steinmännchen erleichtert" im Kopf und folgte weiter dem Track im GPS-Gerät. Irgendwann waren keine Steinmännchen mehr da, das Gelände wurde immer unwegsamer, immer wieder stand ich vor unüberwindbaren Hindernissen (Buschwerk, Felswände, Abbrüche) - war aber fest überzeugt, dass ich da rechts rauf müsste und folgte weiter dem GPS Track. Als das Gelände immer dichter und unwegsamer wurde, dämmerte es mir, dass ich die Orientierung verloren habe, das hier kann einfach kein Weg mehr sein. Nach Überprüfung meiner Position mit dem GPS_Gerät stellte ich fest, dass ich in die verkehrte Richtung ging und dass der Track, den ich verfolgte, um gut 50m versetzt war, daher war ich wohl vom Weg abgekommen ... :-(

Ich entschied also bis dorthin zurückzugehen, wo ich noch einen erkennbaren Wanderweg hatte, und dann neu zu navigieren. Ohne GPS wäre dies allerdings sehr schwierig gewesen, denn es war ein Einziges Labyrinth - immer wieder Felsen und Buschwerk, rauf und runter ... dank dem Gerät konnte ich einfach meine Spur zurück verfolgen, wie Hänsel und Gretel :-)

Ich war sehr erleichtert, als ich den eigentlichen Weg wieder fand - das GPS-Gerät hat mir zwar durch den ungenauen Track in die Irre geführt, allerdings hat es mich auch ohne Probleme wieder herausgeführt.

Monte Albo bei der Anfahrt
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Monte Albo bei der Anfahrt
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Start bei der Chiesa del Miracolo
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Bauer bei der Arbeit, hinten die Punta Catirina
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Höhle beim Aufstieg
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Blick auf Lula
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Hinauf durchs Geröllfeld
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Punta Catirina
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Blick auf Lula
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Sicht bis ans Meer
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hinten regenet es schon
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Gewitterwolken ziehen auf
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traumhafte Tiefblicke
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durch alte Steineichen
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durch alte Steineichen
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durch alte Steineichen
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ein Uralter Köhlerplatz
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Am Campingplatz in Cala Gonone
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apropos ... in medias res:

Wer auch gegen Rauchen in der Gastronomie ist, möge bitte die Online-Petition unterschreiben - DANKE!