Bergtour, Goldberggruppe, Gasteiner Tal, Pongau, Salzburg, Österreich

Blumfeldköpfl 1965m

Auf den Spuren des Goldbergbaus in Gastein

Die Tour von Böckstein über die Hieronymushöhe führt weiter nach Sportgastein ins Naßfeld, so wäre es eigentlich angedacht gewesen. Vom Wetter her waren die Gipfeln schon vom frühen vormittag in Wolken, hätte das Wetter ausgehalten, wäre es eine perfekte Runde gewesen (schlimmstenfalls hätte ich auch mit dem Bus von Sportgastein zurück nach Böckstein fahren können). Leider hat es am Blumfeldköpfel ziemlich zu schütten begonnen, sodass ich mich entschlossen habe, den selben Weg wieder zurückzugehen. Geblieben ist dennoch eine recht nette Tour mit ein paar Erkenntnissen über längst vergangene Zeiten, als im Gasteinertal noch Goldbergbau betrieben wurde. Ein paar interessante Details über die erste Standseilbahn Europas, die sogennante "Maschin", finden sich auf den letzten 5 Fotos, die ich von einer Schautafel abfotografiert habe. Darüber hinaus liest sich auch die eine oder andere Information über den Bergbau hier recht spannend (die Quelle habe ich in der rechten Spalte verlinkt):

"Der Name Radhausberg geht auf das zur Zeit des blühenden Goldbergbaues hier errichtete Radwerk zurück, welches zum Zerstampfen des Erzes gebraucht wurde. Erst später konstruierte Joseph Gainschnigg eine Aufzugsmaschine auf den Radhausberg. Die Seilbahn wurde mit Wasserkraft betrieben, und zwar durch ein Mühlrad. Ein Wagen am Hanfseil ermöglichte den Erztransport ins Tal. Die Talstation der Aufzugsmaschine befand sich oberhalb der Astenalm. Die Achslagertürme, die das große Rad der Aufzugsmaschinen trugen, sind heute noch als Ruine zu bewundern".

"Vor dem Bau der Seilbahn wurde das Erz durch sogenannte Sackzieher im Winter ins Tal gebracht. Dabei wurden mehrere Säcke aus Schweinshaut mit Erz gefüllt, hintereinander aufgelegt und zusammengeknotet. Vorne saß der Sackzieher, welcher bei der Abfahrt bremsen und lenken musste. Hinten am letzten Sack fuhr der Hund mit. Er trug die leeren Säcke dann wieder den Berg hinauf." Weitere interessante Infos über Hieronymus und den Goldbergbau findet man unter den oben angeführten Link.

Blick auf den gegenüberliegenden Zitterauer Tisch
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Die Böckfeldalm, an der man beim Aufstieg zum Zitterauertisch vorbeikommt
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Blick nach Bad Gastein
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Aufstieg
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Beim verfallenen Hieronymushaus
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Hier legt man gerne ein kleines Päuschen ein
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Hieronymus hatte sich ein nettes Fleckchen für sein Haus ausgesucht
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Der verfallenene Achslagerturm der "Maschin"
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Der Achslagerturm
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Blick nach Böckstein
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Am "Gipfel"
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Nach Sportgastein wär es nicht mehr so weit (Blick ins Naßfeld)
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Der Bockhartsee ist schon in Blickweite
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man beachte den Rechtschreibfehler bei der Überschrift :-)
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